11th Aug 09

Ich arbeite schon eine ganze Weile in meinem Unternehmen, mittlerweile sind es 4 Jahre. Da mein Chef sich beruflich verändern will, haben wir vor circa einem Jahr seine Stelle ausgeschrieben. Der alte Chef ist nach Frankfurt Main gezogen. Es ist doch egal, wenn man keinen Parter hat, ob man sich als Single in Hamburg oder Frankfurt um seine Kariere kümmert. Relativ schnell nach der Stelleauschreibung meldeten sich auch qualifizierte Bewerber und das Bewerbungsverfahren war schon in vollem Gange. Eines morgens kam ich nichts ahnend zur Arbeit. Da saß er! Kurze braune Haare, groß und mit einem intelligenten Blick. Ich war sofort hin und weg. Etwas perplex ging ich an ihm vorbei in mein Büro und hoffte, dass er meine Unsicherheit nicht bemerkt hatte. Aber vor meiner Kollegin Astrid, die auch gleichzeitig eine gute Freundin war, konnte ich meine Stimmung nicht verbergen. Sie fragt mich ganz frech, ob ich auch den gut aussehenden, jungen Mann gesehen hätte, der unser neuer Chef werden möchte. Prompt war er das Hauptgesprächsthema in unserem Büro. Nun war aber warten angesagt. Und tatsächlich spazierte er ungefähr zwei Wochen später in einem legèren Outfit in unser Büro um sich vorzustellen. Konrad Bauer war sein Name. Er stellte sich uns noch etwas ausführlicher vor und bat uns, es ihm gleich zu tun. Anschließend lud er uns zu einem Grillabend bei sich zu Hause am Freitagabend ein, um sich besser kennenzulernen. Astrid meinte gleich, das wäre meine Chance!

Am Freitagabend versuchte ich alles aus meinem Kleiderschrank rauszuholen, um möglichst attraktiv, aber nicht zu aufdringlich zu wirken. Das ist mir anscheinend auch gut gelungen, denn Konrad schaute den ganzen Abend auffällig oft in meine Richtung.

Unser Verhältnis zueinander wurde auf der Arbeit immer enger, sodass ich bald merkte, dass auch er an mir interessiert war. Aber alles zog sich so unglaublich lange hin und ich dachte schon, er würde mich nie fragen, als er an einem Donnerstag nach der Arbeit auf mich zukam und mich zum Abendessen einlud. Natürlich sagte ich überglücklich zu. Der Abend wurde ein voller Erfolg und zur Krönung gab es einen romantischen Abschiedskuss vor meiner Haustür.

Kurze zeit später ließ ich mich in eine andere Abteilung versetzen, so hatten wir nicht nur unser privates, sondern auch unser berufliches Verhältnis geklärt. Jetzt war er nicht mehr mein Chef, sondern mein Partner. Mein Leben als Single-Frau war damit beendet.

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